Leipzig Südost
Interessantes
aus Stötteritz und Probstheida
Stötteritz,
während der altsorbischen Landnahme
um 700 n. Chr. entstanden, ist der höchstgelegene Stadtteil
Leipzigs. Seit Anfang des 16.Jh. bilden sich in
Stötteritz
zwei Rittergüter heraus, in deren Umgebung zwei weitgehend
selbständige Ortsteile entstehen. Das obere Rittergut
fällt
Anfang des 18.Jh. einem Brand zum Opfer, an deren Stelle
später
unweit des heutigen Völkerschlachtdenkmals durch
Krämermeister Quandt eine Tabaksmühle
errichtet wird,
die während der Völkerschlacht 1813 als
Beobachtungsstand Napoleons dient.
Das untere Rittergut, 1790 von
Christian Felix Weiße,
dem
bekannten deutschen Kinderbuchautor und Dichter erworben und
umgebaut, besteht noch heute und dient als Wohn- , Arbeits-
und
Betreuungsstätte für psychisch kranke Erwachsene.
 Probstheida
entstand Ende des 12. Jh. als
Straßendorf.
Besondere Bedeutung erlangte das zur Festung ausgebaute Probstheida im
Oktober 1813 als franz. Hauptquartier während
der Völker- schlacht. Probstheida war bis zum 1. Januar 1910
eine
selbständige Gemeinde und ist seitdem ein Stadtteil von
Leipzig.
 1992
entstand in Probstheida mit dem Herzzentrum Leipzig, dem Suchtbehand-
lungszentrum Leipzig sowie dem Medizinisch-Wissenschaftlichen Zentrum
ein bedeutender Krankenhauskomplex. Die Herzzentrum Leipzig GmbH- Uni-
versitätsklinik ist ein Fachkrankenhaus mit dem
speziellen Versorgungsauftrag für
Herzchirurgie, Innere
Medizin/Kardiologie
als Tochter der RHÖN-KLINIKUM AG.
Das
Völkerschlachtdenkmal gehört zu den
Sehenswürdigkeiten der Stadt schlecht- hin. Es erinnert
an die erste große Massenschlacht der Menschheits-
geschichte. Jetzt ist die Instandsetzung
des
Leipziger Wahrzeichens in vollem Gange. 2013 wird der
Jahrestag
der
Völkerschlacht zum 200. mal begangen.
Die
Marienkirche
zu Leipzig-Stötteritz wurde
1702/03 als einschiffige Saalkirche im Stile des
Barock errichtet und ist damit das älteste
Gebäude
des
Ortsteils
und einzige Barockkirche im Stadtgebiet von Leipzig
. Das um1480
entstandene Altarbild des denkmalgeschützten Gotteshauses
gilt als das bedeutendste Werk spätgotischer
Tafelmalerei in
Leipzig. Die Marienkirche wurde wiederholt restauriert, zuletzt in den
Jahren 1986 und 1995.
Stötteritz
und Probstheida sind Ortsteile
mit viel
Grün, wovon u.a. das Stötteritzer Wäldchen
und die
Etzoldsche Sandgrube zeugen.

Auf dem Gelände der Sandgrube
wurden
u.a. die Trümmer der 1545 von Martin Luther als evangelische
Universitätskirche geweihten Universitätskirche, die
den
Krieg fast unbeschädigt überstanden hatte und 1968
von der
SED gesprengt wurde abgelagert. Zur Zeit laufen die Planungen zur
Umgestaltung des Parkes und des Trümmerberges zu einer
Gedächtnisstätte.
Heute Stötteritz
ist ein aufstrebender Stadtteil, in dem sich viele
Veränderungen
vollzogen haben. Viele Häuser sind rekonstruiert
und laden zum
attraktiven Wohnen ein.
(Bilder
können durch Anklicken vergrößert werden.)
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